Nachruf auf die Helgoländer Pottwale

Vor zwei Tagen wurden erneut acht tote Pottwale in unseren Gewässern beobachtet. Damit steigt die Zahl der verendeten Tiere nun auf insgesamt 24, zumindest derer, die wir beobachtet haben.

 

Vor drei Wochen sichteten wir zwei Pottwalkadaver vor Helgoland. In der vergangenen Zeit ist einiges geschehen und wir wollen Euch, nachdem wir nun mit Wissenschaftlern des Instituts für terrestrische und aquatische Wildtierforschung (ITAW) sprechen konnten, ebenfalls informieren.

 

Die beiden Wale wurden mit der „Neuwerk“ der Küstenwache nach Nordstrand gebracht, das haben soweit sicherlich viele mitbekommen. Eines der Skelette wird an der Universität in Gießen ausgestellt werden, das andere kommt nach Amrum zum Öömrang.

 

Wir haben uns in den vergangenen Wochen bewusst aus weiteren Spekulationen über die Todesursache der Tiere herausgehalten und auch die Erkenntnisse der Wissenschaftler bestätigen, dass wir wohl keine eindeutige Erklärung bekommen werden.

 

Auch in der Vergangenheit konnte man, wenn auch selten, Pottwalstrandungen in der Nordsee beobachten. Sicherlich wird es auch nicht das letzte Mal gewesen sein, dass wir diesem traurigen Ereignis beiwohnen. Es ist einerseits legitim, dieses Ereignis zu nutzen, um auch auf unseren Einfluss in den Meeren aufmerksam zu machen, andererseits möchte man sich nicht reinen Spekulationen hingeben.

Fakt ist, die Tiere sind von ihren „normalen“ Routen abgekommen und sie sind in unsere Gewässer gelangt. Fakt ist auch, dass man in ihren Mägen Teile von kleineren Netzen gefunden hat, die man aber nicht als Todesursache klassifizieren kann. Die Auswirkungen unserer täglichen Handlungen auf die Natur sind omnipräsent und die Pottwale ein weiteres Beispiel dafür.

Eventuell sind die Strandungen aber auch schlicht ein Beispiel dafür, dass auch die Natur nicht unseren perfekten Vorstellungen entspricht und Tiere „natürlicherweise“ fehlleitet.

 

Nutzen wir die außergewöhnliche Begegnung deshalb dazu, einmal mehr unseren Beitrag und unsere Verantwortung zum Erhalt unserer wunderschönen Natur und unserer selbst wahrzunehmen und die Natur zu achten.

 04.02.2016


Neue Kegelrobben-Höchstzahl in der Ostsee

Seit 1920 kaum noch gesichtet, konnten im Januar 96 Kegelrobben zwischen Rügen und der Greifswalder Oie gezählt werden. Grund für die stetig wachsende Anzahl an Kegelrobben sind die verbesserten Lebensbedingungen durch erfolgreiche Bemühungen im Umwelt- und Naturschutz.

 

Weitere Informationen in unserer Pressemitteilung.


nun sind es 316 junge Kegelrobben auf der Helgoländer Düne

Die Wurfsaison der Kegelrobben auf der Helgoländer Düne ist nun wahrscheinlich zu Ende. Aktuell liegen 315 Jungtiere (21.01.2016) am Strand. Das ist ein neuer Geburtenrekord! In der letzen Saison waren es insgesamt "nur" 247 Jungtiere.

 

Das Jordsand-Team ist mit 6 Helfern rund um die Uhr im Einsatz. Über die Feiertage waren es sogar noch mehr. Wer unsere Arbeit zum Schutz der Kegelrobben unterstützen möchte, kann dies durch die Übernahme einer Patenschaft tun. 

 

Wenn Sie uns und die Tiere besuchen möchten, beachten Sie bitte unsere Hinweise.



Was gibt es neues?


Zur Spendenkampange für unser Boot in Vorpommern


Der Kalender zum Seevogel des Jahres kann ab sofort in der Geschäftsstelle bestellt werden.



Aufruf zum Hiddensee - Workcamp 2016


Termine für die Norderoog-Workcamps 2016


Aktuelle Vogelbeobachtungen von Neuwerk, Scharhörn, Nigehörn und der Greifswalder Oie


Vortragsreihe im Haus der Natur


Aktuelle Stellenausschreibungen finden sich hier.


Noch ehrenamtliche Schutzgebietsbetreuer gesucht