Seltene Zug-Gäste auf Helgoland

Auch auf unserem schönen Helgoland frönen wir bereits dem diesjährigen Herbstzug. Neben alljährlichen Bekannten wie dem Rosenstar oder dem Gelbbrauen-Laubsänger gab es durchaus auch schon Besonderheiten zu entdecken.

Seit Anfang September wurde die Kurzzehenlerche einige Male gemeldet. Sie ist in Mitteleuropa eher seltener zu sehen. Ihre Brutgebiete finden sich in Portugal und Spanien - aber auch auf dem Balkan, jetzt im Herbst ziehen die Tiere nach Afrika. Auf diesen Zügen ist es mithin möglich, dass sie auch nördlichere Gebiete erkunden.    

Ein noch seltenerer Gast wurde am 25.09.2017 im Mittelland der Insel entdeckt: der Seggenrohrsänger. Es handelt sich um den ersten Nachweis seit 15 Jahren auf Helgoland. Der Seggenrohrsänger wird weltweit auf der roten Liste als gefährdet geführt. Grund für den Rückgang stellen Eindeichung und Entwässerung der Lebensräume dieses wunderschönen kleinen Vogels dar. Umso schöner, dass wir ihn auf Helgoland einige Tage sehen durften.

Der Oktober wurde eingeläutet mit einem weiteren ornithologischem Highlight. Ein Bartlaubsänger konnte einige Tage in unserem Kurpark bestaunt werden.

Unser asiatischer Irrgast wurde auf diesem Bild von unserem FÖJler Christopher Mollmann eingefangen


Der albatros ist wieder da!

Seit Tagen warten wir auf unseren antarktischen Stargast, denn er war schon Ende März in Spanien gesichtet worden und zu Anfang April in Frankreich, klare Zugrichtung gen Norden. Am 9.4.2016 war es dann endlich soweit, die seit Tagen erwartete Meldung erfolgt: Albatros vor West!

Kurze Zeit später sitzt er am Lummenfelsen. Wir freuen uns, dass sich das wunderschöne Tier auch in diesem Jahr auf den weiten Weg aus dem Südpolarkreis zu uns gemacht hat! Im dritten Jahr in Folge dürfen wir unseren Albatros bei uns auf Helgoland begrüßen. Welch unglaublich außergewöhnliches Glück! Wir sind gespannt, wie häufig er uns in diesem Jahr besucht!

Bilder folgen demnächst.


ein nachzügler: 317 junge Kegelrobben

Die Wurfsaison der Kegelrobben auf der Helgoländer Düne ist nun wahrscheinlich wirklich zu Ende. Mit dem letzten Nachzügler vom 23.02.2016 verzeichnen wir 317 Jungtiere auf der Düne. Das ist ein neuer Geburtenrekord! In der letzen Saison waren es insgesamt "nur" 247 Jungtiere.

 

Das Jordsand-Team ist mit 6 Helfern rund um die Uhr im Einsatz. Über die Feiertage waren es sogar noch mehr. Wer unsere Arbeit zum Schutz der Kegelrobben unterstützen möchte, kann dies durch die Übernahme einer Patenschaft tun. 

 

Wenn Sie uns und die Tiere besuchen möchten, beachten Sie bitte unsere Hinweise.


Nachruf auf die Helgoländer Pottwale

Vor zwei Tagen wurden erneut acht tote Pottwale in unseren Gewässern beobachtet. Damit steigt die Zahl der verendeten Tiere nun auf insgesamt 24, zumindest derer, die wir beobachtet haben.

 

Vor drei Wochen sichteten wir zwei Pottwalkadaver vor Helgoland. In der vergangenen Zeit ist einiges geschehen und wir wollen Euch, nachdem wir nun mit Wissenschaftlern des Instituts für terrestrische und aquatische Wildtierforschung (ITAW) sprechen konnten, ebenfalls informieren.

 

Die beiden Wale wurden mit der „Neuwerk“ der Küstenwache nach Nordstrand gebracht, das haben soweit sicherlich viele mitbekommen. Eines der Skelette wird an der Universität in Gießen ausgestellt werden, das andere kommt nach Amrum zum Öömrang.

 

Wir haben uns in den vergangenen Wochen bewusst aus weiteren Spekulationen über die Todesursache der Tiere herausgehalten und auch die Erkenntnisse der Wissenschaftler bestätigen, dass wir wohl keine eindeutige Erklärung bekommen werden.

 

Auch in der Vergangenheit konnte man, wenn auch selten, Pottwalstrandungen in der Nordsee beobachten. Sicherlich wird es auch nicht das letzte Mal gewesen sein, dass wir diesem traurigen Ereignis beiwohnen. Es ist einerseits legitim, dieses Ereignis zu nutzen, um auch auf unseren Einfluss in den Meeren aufmerksam zu machen, andererseits möchte man sich nicht reinen Spekulationen hingeben.

Fakt ist, die Tiere sind von ihren „normalen“ Routen abgekommen und sie sind in unsere Gewässer gelangt. Fakt ist auch, dass man in ihren Mägen Teile von kleineren Netzen gefunden hat, die man aber nicht als Todesursache klassifizieren kann. Die Auswirkungen unserer täglichen Handlungen auf die Natur sind omnipräsent und die Pottwale ein weiteres Beispiel dafür.

Eventuell sind die Strandungen aber auch schlicht ein Beispiel dafür, dass auch die Natur nicht unseren perfekten Vorstellungen entspricht und Tiere „natürlicherweise“ fehlleitet.

 

Nutzen wir die außergewöhnliche Begegnung deshalb dazu, einmal mehr unseren Beitrag und unsere Verantwortung zum Erhalt unserer wunderschönen Natur und unserer selbst wahrzunehmen und die Natur zu achten.

 04.02.2016


Einsatz über die Feiertage

Über die Feiertage waren insgesamt 11 Jordsander auf der Insel Helgoland aktiv, um vor allem die Arbeit auf der Düne zum Schutz der jungen Kegelrobben zu unterstützen.

Wir danken allen, die sich an den Feiertagen  für den Verein und die Naturschutzarbeit engegieren!


Klettern für unseren Seevogel des Jahres 2016

Eine Säuberungsaktion im kleinsten Naturschutzgebiet Deutschlands: Dem Helgoländer Lummenfelsen. Weitere Informationen finden Sie hier.


Betreuungsvertrag für die helgoländer düne unterzeichnet

Eckart Schrey, Andrea Kühl (LLUR) und Bürgermeister Jörg Singer (v.l.n.r.) bei der Unterzeichnung des Betreuungsvertrages

Am 11.09.2015 wurde im Rathaus der Gemeinde Helgoland der Betreuungsvertrag für das FFH-Gebiet Helgoländer Düne unterzeichet. Vertragspartner für das LLUR sind die Gemeinde Helgoland und der Verein Jordsand. Die Unterzeichnung war der Höhepunkt einer gemeinsamen Beratung zu Naturschutzthemen der Insel, an der Gemeindevertreter, der Bürgermeister, Kurdirektor, das LLUR, die UNB, wissenschaftliche Einrichtungen, der WWF sowie Vereinsvertreter teinahmen. Die Beratung verlief in einer konstuktiven Atmosphäre und mündete in konkrete Vorhaben, um den Schutz der Kegelrobben für die kommende Wurfsaison zu verbessern.


Helgoland: Roter Felsen wird grün

Seit dem 15.06. läuft eine grüne Welle über den roten Felsen in der Nordsee. Knapp zwei Jahre ist es nun her, seit Rebecca Störmer aus Eigeninitiative an die Gemeinde und Geschäftsleute der Insel Helgoland mit ihrer Idee herantrat. 4 Wochen Verzicht auf die Ausgabe von Einwegtragetaschen in Helgoländer Geschäften. Jährlich verlassen einige hunderttausend Einwegtragetaschen die Insel Helgoland, die als Naturoase in der Deutschen Bucht gilt. Rebecca Störmer konnte 35 Partner davon überzeugen, anstatt der Einwegtragetasche schicke grüne Mehrwegtragetaschen mit dem Slogan „de green Anna sagt Danke“ aus recycelten PET Flaschen gegen Gebühr einzuführen. Und tatsächlich, seit einigen Tagen zeichnet sich nun ein deutlich anderes Bild auf der Insel ab: Die Gäste nehmen die Aktion der Geschäftsleute sehr positiv auf und entscheiden sich zum Kauf der Tasche oder greifen zu eigenen Tragehilfen. So manche Gummibärchentüte wird nun nicht mehr in der Einwegtragetasche nach Hause transportiert, sondern auch schon mal in der Hand getragen. Bislang freut sich Rebecca Störmer, auch darüber, dass der Mut der Geschäftsleute nun durch die positive Resonanz der Gäste bestätigt wird. In den nächsten Wochen soll es noch Strandsäuberungen und Vorträge zu dem Thema auf der Insel geben. Bereits jetzt deuten die Geschäftsleute an, gerne auch zukünftig auf Mehrwegtragetaschen umzusteigen.

Foto: Johannes Blanck
Foto: Johannes Blanck

Seit dem 13. Juli fliegt ein weiblicher Maskenwürger im Helgoländer Mittelland umher. Eine Besonderheit, denn normalerweise bevorzugen die Tiere den heißen Südosten Europas. 

Kontakt

Verein Jordsand zum Schutz der Seevögel und der Natur e. V.

Bornkampsweg 35

22926 Ahrensburg

Tel.: 04102 32656


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Kontonr.: 90020670

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