Fischotter auf der Greifswalder Oie

Fischotter auf der Greifswalder Oie fotografiert

Seit einigen Jahren können im Herbst und Winter immer wieder Spuren von Fischottern (Lutra lutra) auf der Greifswalder Oie gefunden werden. In diesem Jahr gelang es erstmals, den seit Oktober anwesenden Otter vor die Linse zu bekommen. Über den Jahreswechsel wurden an einem Strandabschnitt, an dem regelmäßig frische Otterspuren im Sand zu finden sind, Fotofallen aufgestellt. Dadurch konnten endlich einige Bilder sowie ein kurzes Video zur Dokumentation aufgenommen werden. Das Video finden sie auf unserer Facebook-Seite.

Neuer Kegelrobben-rekord auf der Greifswalder oie

Seit einigen Jahren steigen die Beobachtungszahlen der Kegelrobbe in der deutschen Ostsee stetig an. Vor allem in den Wintermonaten halten sich auch in der Nähe der Greifswalder Oie viele Kegelrobben auf. Im vergangenen Winter konnten um die Oie maximal ca. 42 Kegelrobben gleichzeitig beobachtet werden.

Am 15.12. zählten unsere Mitarbeiter*innen auf der Greifswalder Oie bei fast spiegelglatter See 63 Kegelrobben in Inselnähe. Wir sind gespannt, wie sich die Zahl der um die Insel ruhenden Robben im weiteren Verlauf dieses Winters entwickeln wird!


heidschnucken verlassen die greifswalder oie

Seit vielen Jahren wird ein großer Teil der Landschaftspflege auf der Greifswalder Oie von  einer Herde Heidschnucken durchgeführt. Der stetige Verbiss durch die Tiere schützt die Insel vor Verbuschung, insbesondere durch die schnell wachsenden Schlehen und Brombeeren.

Seit 2013 beweidet auch eine vereinseigene Herde Rauwolliger Pommerscher Landschafe die Greifswalder Oie. Ziel war es, auf die für die Region typische Schafrasse, die für die Standorte der Greifswalder Oie auch besser geeignet ist, umzusteigen. Gleichzeitig soll hiermit ein Beitrag zum Erhalt dieser eher seltenen Haustierrasse geleistet werden. Nachdem bei den „Pommern“ in diesem Jahr eine gewisse Herdengröße erreicht wurde, die den Verbiss auf den Weideflächen gewährleisten kann, war nun auch der Zeitpunkt erreicht, an dem die letzten „Schnucken“ die Insel verlassen.

Die Apollo Fahrgastreederei bot uns kurzfristig an, die prognostizierte Windstille für den Schaftransport zu nutzen. Deshalb war es möglich, mit der größeren Fähre zur Greifswalder Oie zu kommen. Auf dieses Schiff passte die komplette Heidschnuckenherde. In wenigen Stunden wurden Helfer organisiert.

Am 25.11. lief dann alles reibungslos und professionell. Gegen 09:20 Uhr legte das Schiff inklusive Helfer*innen auf der Oie an, die nächsten Stunden packten alle an, um 13:00 Uhr verließen Schafe und Helfer*innen die Insel.  Die Übergabe an den Käufer erfolgte direkt in Peenemünde, wo die Tiere anlandeten.  Unsere 130 Schnucken beweiden bald ein Naturschutzgebiet auf der Halbinsel Devin bei Stralsund.

Unser größter Dank gilt dem gesamten Team der Apollo Fahrgastreederei. Ohne die hervorragende Zusammenarbeit wäre uns Vieles nicht möglich! 

Ein Dank geht auch an die freiwilligen Helfer*innen, die sich über Nacht mobilisieren ließen und auf der Oie und dem Usedomer Festland ordentlich angepackt haben. Ohne euch wäre diese Aktion nicht möglich gewesen!

 

 

Deutscher Erstnachweis der bergbraunelle auf der greifswalder Oie

© Jonas Buddemeier

Am 12.10. konnte auf der Greifswalder Oie eine Bergbraunelle (Prunella montanella) beobachtet werden. Am Folgetag wurden im Norden der Insel zeitgleich zwei weitere Individuen entdeckt, so dass sicher davon ausgegangen werden kann, dass sich am 13.10. drei Exemplare auf der Oie aufhielten.  Bei Anerkennung  durch die Deutsche Avifaunistische Kommission stellen diese Beobachtungen den ersten, zweiten und dritten Nachweis dieser Art in Deutschland dar!

 

Insbesondere der Vogel vom 12.10. ist wenig scheu und stationär im Bereich des Plattenweges zwischen den Schafkoppeln, wobei die Weidezäune als Sitzwarte dienen. Die Braunelle lässt sich mit der geringen Fluchtdistanz von etwa zehn Metern hervorragend bei der Nahrungssuche am Boden beobachten und fotografieren.

 

Das Brutgebiet dieser Art erstreckt sich vom westlichen Ural bis Nordsibirien, das Überwinterungsgebiet liegt in Südost-Asien. Momentan scheint ein Einflug dieser Art nach Europa statt zu finden – seit dem 04.10. gelangen Nachweise von Bergbraunellen in Schweden, Dänemark, Finnland, Großbritannien, Polen und auf der Greifswalder Oie.

 

Also: Augen auf, die Chance, eine Bergbraunelle in Deutschland zu entdecken, war wohl nie besser als in diesen Tagen!

 


Neues Team für die OIe

Stella Klasan und Ringo Behn teilen sich ab Juli die Leitung des Schutzgebietes Greifswalder Oie.
Stella Klasan und Ringo Behn teilen sich ab Juli die Leitung des Schutzgebietes Greifswalder Oie.

Seit Juli gibt es ein neues Führungsduo auf der Greifswalder Oie. Ringo Behn und Stella Klasan teilen sich die Aufgabe und ersetzen so den vormaligen Leiter Mathias Mähler. „Eine Verteilung der vielen Aufgaben auf nun zwei Verantwortliche fand auch mit dem Ziel statt, die anderen Bereiche unserer Arbeit auf der Insel zu stärken. Die Beringung wird aber auf jeden Fall weitergeführt, nur etwas weniger intensiv als in den letzten Jahren“, so Thorsten Harder.

 

 

Während Ringo Behn das Team des Vereins ganz neu unterstützt, kennt sich Stella Klasan aus mit den Arbeiten, die in einem Schutzgebiet anfallen können. Sie arbeitet schon seit zwei Jahren auf Neuwerk und ist das Inselleben also gewöhnt.


Gleitaar und Alpenbraunelle – zwei Erstnachweise für die Greifswalder Oie

Unsere Mitarbeiter auf der Greifswalder Oie hatten in den letzten Tagen gleich doppeltes Glück. Mit einem Gleitaar am 22. April und einer Alpenbraunelle am 26. April gelangen innerhalb weniger Tage für die Insel gleich zwei Erstnachweise von Vögeln, die in (Nord-)Deutschland nur extrem selten anzutreffen sind. Weiterlesen


Start der Beringungssaison auf der Greifswalder Oie

Am 15. März startete die diesjährige Frühjahrssaison der Vogelberingung auf der Greifswalder Oie. Bis zum 09. Juni werden auf der Insel die Netze gespannt sein, um den Vogelzug näher zu erforschen. Mehrere Tausend Vögel werden in dieser Zeit gefangen, beringt und vermessen. Hierfür erhält der Verein Jordsand alljährlich Unterstützung von einer Vielzahl ehrenamtlicher Helfer. Das derzeit achtköpfige Team konnte am ersten Tag der Saison bereits 70 Vögel fangen. Kohlmeisen machten dabei die überwiegende Mehrzahl aus. Darunter sogar ein Vogel, der bereits einen Ring der niederländischen Beringungszentrale trug. Diese Meise muss also mehrere Hundert Kilometer westlich überwintert haben und ist nun auf dem Weg in ihr nord- oder osteuropäisches Brutgebiet. Dies wird aber sicher nicht der letzte interessante Fang in dieser Saison gewesen sein.


Neue Kegelrobben-Höchstzahl in der Ostsee

Seit 1920 kaum noch gesichtet, konnten im Januar 96 Kegelrobben zwischen Rügen und der Greifswalder Oie gezählt werden. Grund für die stetig wachsende Anzahl an Kegelrobben sind die verbesserten Lebensbedingungen durch erfolgreiche Bemühungen im Umwelt- und Naturschutz.

 

Weitere Informationen in unserer Pressemitteilung.


Massenzugnacht über der Ostsee

In der Nacht vom 18. auf den 19.10.2015 ereignete sich über der Ostsee ein besonderes Phänomen des Vogelzuges. Es kam zu einer unbeschreiblichen Massenzugnacht, in der sich Abertausende Vögel zeitgleich auf den Weg in südlichere Gefilde machten. Das zeigte sich auch auf der Greifswalder Oie. Zehntausende Vögel nutzen in der Nacht und am kommenden Tag die Insel als Zwischenstopp für eine kurze Rast. Besonders eindrucksvoll zeigte sich das Bild in der Nacht um den Leuchtturm der Insel, dessen Licht auf die Vögel regelrecht als Anziehungsmagnet wirkte (siehe Foto).
Auf unsere Beringungstation auf der Greifswalder Oie konnten am 19.10.2015 sage und schreibe 1466 Vögel beringt werden! So viele Vögel, wie noch nie zuvor an einem Tag in den 21 Jahren Beringungsarbeit. Wenn man dazu noch bedenkt, dass die meiste Zeit des Tages nur 3 von 25 Fangnetzen geöffnet waren, da sonst unsere Mitarbeiter und ehrenamtlichen Helfer mit der Beringung gar nicht hinterher gekommen wären, kann man sich vorstellen, welche Vogelmassen sich auf der Insel befunden haben müssen. Zu den häufigsten Arten zählten hier  Rotkehlchen, Wintergoldhähnchen, Feldlerchen und auch Buch- und Bergfinken. Aber auch seltene Arten wie Dunkellaubsänger, Gelbbrauen-Laubsänger, Ohrenlerche (erster Inselnachweis seit 9 Jahren!) und Wiedehopf konnten hier nachgewiesen werden.
Über die genauen Gründe für dieses Ereignis lässt sich nur spekulieren. Am wahrscheinlichsten ist es aber, dass eine Kombination von verschiedenen Wettereignissen in den Vortagen und der entsprechenden Nacht über Skandinavien und Deutschland dazu geführt haben.


Vortragsreihe im Haus der Natur

Kontakt

Verein Jordsand zum Schutz der Seevögel und der Natur e. V.

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Tel.: 04102 32656


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